Wahl in Bremen

Das Bremer Wahlrecht

Das Bremer Wahlrecht unterscheidet sich in einigen Punkten von dem Wahlrecht anderer Bundesländer. Neu ist, dass die Wähler in diesem Jahr nicht nur zwei, sondern fünf Kreuzchen machen und Kandidaten direkt wählen können.

Bremen. Beim Urnengang in Bremen gibt es einige Besonderheiten. Schon immer gilt im kleinsten Bundesland die Regelung: Überspringt eine Partei oder Wählergemeinschaft in einer der beiden Städte Bremen und Bremerhaven die Fünf-Prozent-Hürde, erlangt sie ein Mandat im Landtag. Dieses Jahr kommen neue Besonderheiten hinzu. Statt eines Wahlzettels gibt es ein DIN-A4-Heft. Bürger können nicht nur zwei, sondern fünf Kreuzchen machen und neben Parteien auch Kandidaten direkt wählen.

Das neue Wahlsystem ermöglicht Panaschieren und Kumulieren. Alle Kandidaten werden im Wahlheft vorgestellt und können einzeln gewählt werden. Die Wähler können ihre fünf Stimmen auf Parteien und Bewerber verteilen (panaschieren) oder alle auf einen Kandidaten vereinigen (kumulieren). Zudem dürfen erstmals in einem Bundesland 16- und 17-Jährige ein Landesparlament wählen. Unter den rund 500 000 Wahlberechtigten sind erstmals fast 10 000 Jugendliche.

( (dpa/abendblatt.de) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Politik