Porträt der linken Spitzenkandidaten

Beuermann und Zimmermann: Linker Doppelkopf in NRW

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Bärbel Beuermann kam über die Friedensbewegung in die Politik. Kopf der Linkspartei in NRW ist der Co-Spitzenkandidat Wolfgang Zimmermann.

Düsseldorf. Hennarote Haare und ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Freche Frauen wählen Linke“ – so hat sich Linken- Spitzenkandidatin Bärbel Beuermann im Wahlkampf präsentiert. Vorwürfe des politischen Gegners, ihre Partei sei eine Ansammlung von Spinnern und Chaoten, hat sie locker genommen: „Ich bin Landesbeamtin, ich kann doch gar nicht bei einer Chaotentruppe sein.“ Die 54-Jährige ist Lehrerin an einer Förderschule in ihrer Heimatstadt Herne.

Beuermann ist über die Friedensbewegung in die Politik gekommen. 1999 trat sie in die PDS ein und zog für die Partei in den Herner Stadtrat ein. Als Mitglied des PDS-Landesvorstand gehörte sie zu den Organisatoren des Zusammenschlusses von PDS und WASG zur Linkspartei in NRW.

Politischer Kopf der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen ist der Landesvorsitzende und Mit-Spitzenkandidat Wolfgang Zimmermann (60). Der Gewerkschafter gehört zu den Mitbegründern der WASG in Nordrhein- Westfalen, hatte zuvor aber auch der PDS angehört – als passives Mitglied, wie er sagt. Der Diplom-Sozialarbeiter ist Personalratsvorsitzender einer Klinik des Landschaftsverbands Rheinland und Mitglied im NRW-Landesvorstand der Gewerkschaft Verdi.

Zimmermann gehört zu den Kräften in der Linkspartei, die grundsätzlich für eine Regierungsbeteiligung offen sind. Die Linke werde aber nur unter Bedingungen in eine Koalition eintreten, betont er. Eine von der Linken getragene Regierung dürfe keinen Sozialabbau betreiben, öffentliche Unternehmen nicht privatisieren und die Mitbestimmung nicht einschränken.

( (dpa) )