Porträt des FDP-SPitzenkandidaten

Andreas Pinkwart: Hochschulpolitiker aus Leidenschaft

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Andreas Pinkwart (FDP) ist ein leidenschaftlicher Wissenschafts- und Steuerpolitiker, aber kein Fachmann für den politischen Nahkampf.

Sein Lächeln verliert Andreas Pinkwart auch in den schwierigsten Momenten nicht. Und davon gab es in den vergangenen Monaten für den Vorsitzenden und Spitzenkandidaten der nordrhein-westfälischen FDP viele. Denn Pinkwart musste gegen den Absturz der FDP in den Meinungsumfragen ankämpfen. Dabei zeigte sich, dass er ein leidenschaftlicher Wissenschafts- und Steuerpolitiker ist, aber kein Fachmann für den politischen Nahkampf.

Pinkwarts Versuche, sich auf der bundespolitische Bühne zu profilieren, waren nicht von Erfolg gekrönt. Seine Forderung nach einem Aussetzen der Steuersenkungen für Hoteliers war ebenso wenig von Erfolg gekrönt wie seine Aufforderung an FDP-Chef Guido Westerwelle, in der Partei „mehr Gesichter in den Vordergrund zu stellen“.

Punkten konnte Pinkwart dagegen als Wissenschaftsminister. Unter seiner Zuständigkeit wurden in NRW so viele neue Fachhochschulen gegründet wie seit den Zeiten von Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) nicht mehr.

Bevor sich Pinkwart (49) hauptberuflich der Politik verschrieb, war er Hochschullehrer. An der Universität Siegen hatte er einen Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre. Das politische Handwerk lernte der Vater von zwei Kindern als Büroleiter des früheren FDP- Fraktionschefs Hermann Otto Solms.

( (dpa) )