Neuer Untreuevorwürfe gegen den Vorsitzenden des Hamburger Tierschutzvereins

Staatsanwaltschaft: Neue Ermittlungen gegen Poggendorf

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat wegen neuer Untreuevorwürfe gegen den Vorsitzenden des Hamburger Tierschutzvereins (HTV), Wolfgang Poggendorf, am Freitag rund 200 000 Euro von dessen Konten sichergestellt.

Es bestehe der Verdacht, dass Poggendorf Gelder aus einer Spende und einer Erbschaft auf eigene Konten überwiesen habe, sagte der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Rüdiger Bagger, am Freitag. Das sei "eine neue Dimension" in den Ermittlungen gegen den HTV-Vorsitzenden. Poggendorf ist bereits wegen des Kaufs einer Wohnung auf Sylt zu stark verbilligten Konditionen und anderer Vorwürfe im Visier der Staatsanwaltschaft.

Von Poggendorfs Konten seien 197 000 Euro gepfändet worden, die zwischen 2003 und 2006 dorthin geflossen seien, sagte Bagger. Zudem habe es Durchsuchungen bei zwei weiteren Beschuldigten gegeben. Wegen des Verdachts der Untreue waren schon im Sommer mehrere Objekte des Tierschutzvereins durchsucht worden. Poggendorf hat bisher alle Vorwürfe zurückgewiesen. Der Deutsche Tierschutzbund als Dachverband hatte den HTV-Chef aufgefordert, sein Amt während der Ermittlungen ruhen zu lassen. Poggendorf lehnte dies jedoch ab.

( HA )