Verbotene Partei HuT: Staatsanwaltschaft ermittelt

Islamisten versuchen in Hamburg Studenten zu werben

Obwohl die islamistische Befreiungspartei Hizb-ut Tahrir (HuT) bereits 2003 vom Bundesministerium verboten wurde, versuchen sie momentan wieder aktiv um Mitglieder in der Hansestadt zu buhlen.

Hamburg. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen HuT aufgenommen. "Wir ermitteln wegen des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz", sagte Staatsanwalt Wilhelm Möllers heute Morgen dem Sender NDR Info. Ziel der Organisation sei es, einen Gottesstaat zu errichten.

Der Hamburger Verfassungsschutzbericht gibt die Zahl der Mitglieder von Hizb-ut Tahrir mit rund 60 an. Der stellvertretende Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz, Manfred Murck, sagte, die Gruppierung versuche nach wie vor, aktiv Mitglieder zu werben.

Hauptzielgruppe seien männliche Studenten. Die Organisation wende sich gegen die Integration und trage zur Spaltung der Gesellschaft bei. Ein Vorwurf, den ein Student, der angeworben werden sollte, NDR Info bestätigte: "Sie wollten ein Feindbild etablieren und suggerieren, man sei hier unerwünscht".