Mysteriöser Brand mit drei Toten in England geklärt

Videokamera überführte Mord-Vater

Das blutige Verbrechen in der Millionärsvilla in Westengland ist geklärt. Der Geschäftsmann Christopher Foster (50) hat seine Frau und seine Tochter umgebracht, Feuer in dem Anwesen gelegt und sich dann das Leben genommen.

London. Zur Klärung des Dramas trugen Aufnahmen einer Überwachungskamera bei, die den Familienvater mit einem Gewehr auf dem Anwesen zeigen, kurz bevor an mehreren Stellen gleichzeitig ein verheerender Brand ausbrach.

Über das Motiv für die Bluttat wollten die Ermittler nicht spekulieren. In den vergangenen Tagen war bekanntgeworden, dass der Geschäftsmann große finanzielle Probleme hatte. Fosters Frau wurde mit einem Kopfschuss niedergestreckt. Bei dem Mann und der Tochter muss die genaue Todesursache noch geklärt werden.

Der mysteriöse Fall hatte Großbritannien seit einer Woche in Atem gehalten. Das letzte Mal war die Familie unmittelbar vor dem Feuer bei einem Grillfest mit Freunden lebend gesehen worden. Das herrschaftliche Haus bei Maesbrook in der Grafschaft Shropshire war in der Nacht zum Dienstag vergangener Woche bei dem Brand völlig zerstört worden.

In den Trümmern hatten die Ermittler zunächst erst die beiden Leichen der Erwachsenen gefunden. Neben den Toten lag ein erschossener Hund und ein Gewehr, das dem Geschäftsmann gehörte. In einem angrenzenden Pferdestall lagen die Kadaver von drei Hunden und drei Pferden, die ebenfalls erschossen worden waren. Erst knapp eine Woche nach der Tat fand die Polizei die Leiche der Tochter.

Foster war mit der Herstellung von Dämmstoffen für Ölplattformen zu einem Vermögen gekommen. Doch seine Firma wurde im vergangenen Jahr aufgelöst, Klagen von Lieferanten waren angeblich anhängig. Foster soll auch Steuerschulden von umgerechnet fast einer Million Euro gehabt haben.