Kleinere Standorte werden verkleinert oder ganz geschlossen

Stellenabbau bei E.ON geplant

E.ON wird bundesweit viele Standorte verkleinern oder schließen. Es sind 1800 Stellen betroffen. In Hamburg allerdings sollen durch die Maßnahmen mehrere hundert neue Stellen enstehen.

Der Energieversorger E.ON Energie will die Zahl seiner Standorte in den kommenden vier Jahren deutlich verkleinern und plant den Abbau von bis zu 1800 Stellen.

Es werden dabei rund zwei Drittel der derzeit 60 kleineren Service-Standorte geschlossen. Auch an den bisherigen Haupt-Standorten der sechs Regionalgesellschaften könnte es zu Einschnitten kommen. E.ON erhofft sich Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe. Beim Stellenabbau will der Konzern aber ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

Neben der radikalen Verkleinerung bei den Service-Standorten könnte es im Zuge des geplanten Umbaus auch an den bisherigen Haupt-Standorten der sechs Regionalgesellschaften zu Einschnitten kommen. Im Hamburger Raum betrifft das den Standort Quickborn (E.ON Hanse).

Stellen geschaffen werden dagegen bei den neuen Töchtern in München, Landshut und Hamburg. In Hamburg sollen dabei gleich mehrere hundert neue Stellen geschaffen werden.

Derzeit sei noch offen, an welchen Standorten wie viele Stellen wegfallen. Mehr als die angekündigten 1800 Arbeitsplätze würden es aber auf keinen Fall. "Das ist die Obergrenze." Vorgesehen sei, freie Stellen nicht neu zu besetzen sowie Mitarbeitern Altersteilzeitregelungen anzubieten. Wer sich entschließe, in eine der neuen Gesellschaften zu wechseln, müsse nicht mit finanziellen Nachteilen rechnen, betonte ein E.ON-Sprecher. "Für alle neu gegründeten Gesellschaften gilt der E.ON-Tarifvertrag unverändert weiter."

( dpa, abendblatt.de )