Dramatischer Zwischenfall in 10 000 Metern Höhe

Ryanair-Maschine im Sturzflug

Auf dem Weg von Bristol nach Girona fiel in der Boeing 737 plötzlich der Kabinendruck ab. Was folgte, werden die 168 Passagiere wohl ihr Lebtag nicht mehr vergessen. Ein Passagier: "Wir dachten, wir würden unserem Schöpfer gegenübertreten."

Limoges. Mit einem gewaltigen Schrecken haben 168 Passagiere einer Ryanair-Maschine einen dramatischen Zwischenfall in der Luft überstanden. Der plötzliche Abfall des Kabinendrucks zwang den Piloten der Boeing 737 in der Nacht zu einem Sturzflug und einer Notlandung im zentralfranzösischen Limoges. 26 Fluggäste wurden nach Behördenangaben mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

"Wir dachten, wir würden unserem Schöpfer gegenübertreten", schilderte ein Passagier dem Sender Sky News die Paniksekunden.

Die Maschine der irischen Billig-Airline war auf dem Weg von Bristol in Großbritannien nach Girona bei Barcelona. In einer Flughöhe von 10 000 Metern fiel der Kabinendruck plötzlich ab, so dass der Pilot zu einem Sturzflug auf eine Höhe von 2000 Metern in fünf Minuten gezwungen wurde. Die Passagiere mussten die Sauerstoffmasken aufsetzen, teilte RyanAir mit. Aus Sicherheitserwägungen forderte der Pilot eine außerplanmäßige Landung in Limoges an. Dort setzte die Maschine nach Behördenangaben um 23.30 Uhr auf.

In einer Ryanair-Erklärung hieß es, 16 Passagiere seien wegen Ohrenschmerzen behandelt worden. Die übrigen Fluggäste seien am frühen Morgen mit einer Ersatzmaschine nach Barcelona geflogen worden. Über den Grund der Panne war zunächst nichts bekannt. An Bord der Maschine waren neben der sechsköpfigen Besatzung 141 britische und 27 spanische Passagiere.

"Die Leute haben unter dem Schock gelitten", sagte der Passagier Pen Hadow dem britischen Sender Sky News. "Sie waren in Panik oder hatten sich schon ihrem Schicksal ergeben."

( ap )