Auch vier Passagiere aus Deutschland an Bord

Mindestens 140 Tote bei Flugzeugunglück in Madrid

Bei einem Flugzeugunglück auf dem Madrider Flughafen Barajas sind am Mittwoch Berichten der spanischen Zeitung „El Mundo“ zufolge mindestens 140 Menschen ums Leben gekommen und 27 Menschen seien schwer verletzt worden.

In Fernsehbildern war zu sehen, wie dichter Rauch aus der MD-82 der spanischen Fluggesellschaft Spanair (Flugnummer JK5022) aufstieg. Das linke Triebwerk der Maschine hatte beim Start nach Las Palmas/Gran Canaria Feuer gefangen. Daraufhin brach der Flugkapitän den Start ab. Das Flugzeug schoß über die Rollbahn 36 hinaus, zerschellte und brannte aus.

Die Zeitung "El Pais" berichtete unter Berufung auf das Madrider Innenministerium, von den 173 Menschen an Bord seien mindestens 100 ums Leben gekommen. Ein Sprecher des Rettungsdienstes SAMUR sagte, Rettungsteams holten Verletzte, zum Teil mit schwersten Brandverletzungen, aus dem Flugzeug. "Das ist eine Katastrophe", sagte ein SAMUR-Sprecher. Die Verletzten wurden in vier Klinik in Madrid gebracht.

Laut Flugplan sollte die Spanair-Maschine mit 164 Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern um 13 Uhr vom Großflughafen Barajas der spanischen Hauptstadt abheben. Wie die Zeitung "El Pais" berichtete, wurde ein erster Start wegen technischer Probleme abgebrochen. Die Maschine - zuletzt im Januar komplett überholt - kehrte ans Terminal 4 zurück. Gegen 14.45 Uhr geschah beim zweiten Startversuch die Tragödie.

Der Flughafen wurde sofort für den gesamten Verkehr gesperrt. Wenig später wurden die Starts und Landungen in eingeschränktem Umfang dann wieder aufgenommen.

Der Spanair-Jet war auch im Auftrag der deutschen Lufthansa (Lufthansa-Flug LH 2554) unterwegs. An Bord der Unglücksmaschine haben sich nach vorläufigen Angaben der Lufthansa vier Passagiere aus Deutschland befunden. Für den Flug der spanischen Fluggesellschaft Spanair hätten sieben Lufthansa-Passagiere eingecheckt, teilte die Fluggesellschaft am Mittwochabend in Frankfurt am Main mit. Unter ihnen seien vier Reisende aus Deutschland gewesen.

Die spanischen Behörden hätten die Passagierlisten noch nicht freigegeben.