Nach Datenklau:

Oberster Datenschützer fordert höhere Strafen

Nach der Affäre um die Weitergabe vertraulicher Kundendaten will Peter Schaar, Datenschutzbeauftragter der Bundesregierung, höhere Bußgelder beim unzulässigen Verkauf von persönlichen Angaben durchsetzen.

Derzeit werden Bußgelder in der Höhe von bis zu 250.000 Euro verhängt. "Ich trete für eine deutliche Aufstockung der Strafe ein, denn es kann nicht sein, dass ein Unternehmen, das gegen das Gesetz verstößt, ein Bußgeld erhält, das so niedrig ist, dass es aus der Portokasse bezahlt werden kann", sagte Schaar dem "Hamburger Abendblatt" (Donnerstag-Ausgabe). Zudem will Deutschlands oberster Datenschützer bei widerrechtlichen Abbuchungen auf Konten der Verbraucher die Banken stärker in die Pflicht nehmen. Sie sollen sich bei Abbuchungen stichprobenweise die Einzugsermächtigungen vorlegen lassen und bei Unregelmäßigkeiten bei einem Unternehmen, das Beträge von Konten abbucht, ihre anderen Kunden warnen. "Bislang prüfen die Banken bisweilen nicht einmal nach, ob der angegebene Name für ein Konto zur Kontonummer passt", sagte Schaar der Zeitung.

  • Mehr dazu morgen im Hamburger Abendblatt
( HA )