HSV: Misslungene Machtprobe

Kompanys Rückkehr nach Hamburg verzögert sich weiter

Der HSV-Profi wollte noch länger bei der belgischen Nationalmannschaft in Peking bleiben. Der HSV bestand aber auf einer sofortigen Rückkehr. Jetzt wurde bekannt, dass der HSV-Profi seinen Rückflug verpasste. Angeblich hatte er seinen Reisepass vergessen.

Hamburg/Peking. Nach einer misslungenen Machtprobe mit seinem Verein Hamburger SV wird der belgische Fußball-Profi Vincent Kompany doch vorzeitig von den Olympischen Spielen in Peking zurückkehren. "Ich werde am Dienstag die Nationalmannschaft verlassen und nach Hause fliegen", verkündete der Abwehrspieler, der wenige Stunden zuvor nach Angaben des belgischen Verbandes "eigenmächtig beschlossen" hatte, in Peking zu bleiben.

Gut möglich, dass sich Kompanys Eintreffen am Hamburger Flughafen aber noch verzögert. Laut belgischen Medienberichten durfte der Fußballer die Maschine in Peking nicht besteigen, da er keinen Reisepass vorzeigen konnte. Der HSV hatte den 22-Jährigen nur für die beiden ersten Gruppenspiele gegen Brasilien und China abgestellt.

Wegen der Personalnot hat Fußball-Bundesligist Hamburger SV Nationalspieler Vincent Kompany vom olympischen Fußball-Turnier zurückbeordert, doch der Belgier wollte noch bleiben. Kompany, der nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Brasilien (0:1) in der Partie gegen China (2:0) pausieren musste und somit nur zu einem Einsatz kam, soll bereits von diesem Dienstag an wieder mit dem HSV trainieren. Jol möchte ihn als Alternative für das Bundesliga- Auftaktspiel beim FC Bayern München am Freitag haben.

Nach einer Abmachung mit dem belgischen Verband und Kompany durfte der HSV ihn nach zwei Partien in China zurückbeordern. Kompany wollte jedoch noch die Vorrundenpartie in der Gruppe C gegen Neuseeland am Mittwoch mit dem Team bestreiten und war bereits mit zum Spielort Shenyang gereist.