Saarland: Die Linke mit Lafontaine ins Rennen

Lafontaine als Spitzenkandidat in die Saar-Wahl

Der Bundesvorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, führt seine Partei in die Landtagswahl im Saarland 2009.

Neunkirchen. Bei einem Landesparteitag in Neunkirchen wählten die Delegierten den ehemaligen SPD-Chef am Sonnabend mit 92,4 Prozent zum Spitzenkandidaten. Von den abgegebenen 132 Stimmen erhielt Lafontaine 122 Ja-, 9 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Der genaue Termin für die Saar-Wahl steht noch nicht fest. Er wird aber voraussichtlich vor der Bundestagswahl liegen, die vermutlich Ende September ist.

Linke-Landeschef Rolf Linsler gab als Wahlziel ein Ergebnis von "20 Prozent plus ein fettes X" aus. Lafontaine war von 1985 bis 1998 für die SPD Ministerpräsident im Saarland. Er forderte die SPD in seiner Rede auf, sich gegen eine Koalition mit der CDU auszusprechen und ein rot-rotes Bündnis einzugehen. Derzeit regiert die CDU im Saarland unter Ministerpräsident Peter Müller allein.

Der saarländische SPD-Vorsitzende Heiko Maas bekräftigte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", seine Partei werde nicht als kleinerer Koalitionspartner der Linken zur Verfügung stehen. Sollte es unter Führung der SPD zu einer Mehrheit im Landtag reichen, werde seine Partei eine Koalition "abhängig machen von politischen und personellen Konstellationen".