Tarifstreit: Erste informelle Gespräche aufgenommen

Lufthansa will mit Ver.di reden

Erstmals seit dem Scheitern der Verhandlungen vor drei Wochen sprechen die beiden Lager wieder miteinander. Lösungsmöglichkeiten sind aber noch nicht in Sicht.

Frankfurt/Main. Im Tarifstreit bei der Deutschen Lufthansa ist nach vier Tagen Streik Bewegung gekommen. "Lufthansa ist auf uns zugekommen, um informelle Gespräche aufzunehmen", sagte Ver.di Sprecher Harald Reutter. Erstmals seit dem Scheitern der Verhandlungen vor drei Wochen gebe es nun informelle Gespräche. Ein Angebot oder Lösungsmöglichkeiten seien aber noch nicht in Sicht. Die Gespräche seien aus dem Bereich des Lufthansa-Vorstandes angeboten worden, sagte Reutter. Wer konkret daran teilnimmt, ließ er offen.

Unterdessen wurde der unbefristete Streik fortgesetzt. Insgesamt rechnet die Lufthansa heute mit 128 Flugausfällen, 28 davon auf der Langstrecke. Die Lufthansa hatte einen Sonderflugplan bis einschließlich Montag ausgearbeitet, mit dem die Zahl der Flüge im klassischen Europaverkehr einschließlich Deutschland um rund zehn Prozent reduziert wird.

Die Gewerkschaft Ver.di verlangt von der Lufthansa für 50 000 Beschäftigte des Kabinen- und Bodenpersonals 9,8 Prozent mehr Geld. Das Unternehmen hatte zuletzt gestaffelt 6,7 Prozent mehr Lohn bei 21 Monaten Laufzeit und eine Einmalzahlung angeboten.

( dpa )