SPD:

Runde und Klose müssen um Bundestagsmandat bangen

Die beiden Hamburger Alt-Bürgermeister Hans-Ulrich Klose und Ortwin Runde (beide SPD) müssen um ihre Bundestagsmandate bangen. Wie das „Hamburger Abendblatt“ (Freitagausgabe) berichtet, will der SPD-Landesvorsitzende Ingo Egloff in Rundes Wandsbeker Wahlkreis antreten.

"Ja, ich habe Interesse an der Wandsbeker Bundestagskandidatur", sagte Egloff gestern. In Kloses Wahlkreis Harburg-Bergedorf gibt es gleich zwei Kandidaten: die jeweiligen SPD-Kreischefs Ties Rabe (Bergedorf) und Frank Richter (Harburg).

Ortwin Runde, der zurzeit im Urlaub in Dänemark ist, gibt sich gelassen. "Ich werde im September oder Oktober entscheiden, ob ich wieder antrete", sagte er. Egloff habe mit ihm noch nicht über das Thema gesprochen. Sollte Egloff auf einer Kandidatur beharren, dürfte Runde wohl keine Chance haben. Schließlich ist er 2002, ein Jahr nach seiner Abwahl als Bürgermeister, mehr oder weniger als Gast für die Wandsbeker in den Bundestag eingezogen. Denn sein Heimatkreis war Nord. Egloff dagegen ist in Wandsbek tief verwurzelt.

"Es wäre eine Ehre für Wandsbek, wenn der Landesvorsitzende für uns antreten würde", sagt denn auch der bestens vernetzte Wandsbeker Bürgerschaftsabgeordnete Andreas Dressel.

Ex-Bürgermeister Hans-Ulrich Klose sitzt seit 1983 im Bundestag. Er habe 2002 bereits angekündigt, er werde nicht wieder antreten, heißt es in der Partei. Seine erneute Kandidatur 2005 habe dann viele überrascht. Der 71-Jährige dürfte auf Widerstand stoßen, sollte er 2009 wieder antreten wollen. Dennoch legt man in Bergedorf und Harburg viel Gewicht auf den Respekt vor Kloses politischer Lebensleistung und wartet auf eine Erklärung des früheren Bürgermeisters bis Ende der Sommerpause.

Mehr dazu am Freitag im Hamburger Abendblatt.

( HA )