HSV: Wechseltheater um Spielmacher

Van der Vaart doch zu Real Madrid?

Geht er, geht er nicht? Laut Real-Boss Ramón Calderón sei der Wechsel Rafael van der Vaarts zu den "Königlichen" so gut wie in trockenen Tüchern. Noch am Dienstag hieß es aus Spanien, dass man den Niederländer bereits abgeschrieben hätte.

Madrid. Die Spekulationen um den Wechsel von Rafael van der Vaart vom HSV zu Real Madrid gehen in eine neue Runde. Wie die Sportzeitung "Marca" berichtete, könnte der Deal bereits an diesem Wochenende am Rande des Emirates Cups in London perfekt gemacht werden. Im Gespräch sei nun eine Ablöse von zehn Millionen Euro. Trainer Bernd Schuster habe die sportliche Leitung des Clubs erneut gebeten, van der Vaart in die spanische Hauptstadt zu holen. Am Dienstag hatte es noch geheißen, Real sei nicht länger an dem Niederländer interessiert und konzentriere sich ganz auf eine Verpflichtung von Cristiano Ronaldo von Manchester United.

Dem widersprach nun auch Real-Boss Ramón Calderón. Van der Vaart sei zum Greifen nahe, sagte er dem Sportblatt "As". "Wir hoffen auf eine endgültige Einigung mit dem HSV. Dies ist eine Operation, die keine Schwierigkeiten birgt."

Noch nicht überzeugt von dem baldigen Umzug nach Spanien ist Ehefrau Sylvie van der Vaart. Im Magazin "Vanity Fair" (Donnerstag- Ausgabe) sagte sie: "Mein Gefühl sagt mir, dass wir noch ein Jahr in Hamburg bleiben. Rafael fühlt sich sehr wohl beim HSV und liebt das neue Trainerteam." Coach Martin Jol hat den niederländischen Nationalspieler trotz seiner Wechselabsichten ein weiteres Jahr als Kapitän belassen. "Rafael van der Vaart hat die Entwicklung des HSV in den vergangenen drei Jahren entscheidend mitgeprägt. Er ist kein Lautsprecher, aber seine Worte haben Gewicht", sagte Jol dem Internetanbieter spox.com.

( dpa )