Tragisch: Junge stirbt wegen eines Streiches

Rohrbombenexplosion war Dummer-Jungen-Streich

Die tödliche Rohrbombenexplosion vom Freitag im nordhessischen Niederaula war nach den Ermittlungen der Polizei ein Dummer-Jungen-Streich.

Niederaula/Bad Hersfeld. Weder der getötete 14-Jährige noch sein verletzter 13-jähriger Schulfreund seien sich über die Folgen ihrer Handlung bewusst gewesen, teilte die zuständige Polizei in Niederaula am Sonnabend mit.

Die Jugendlichen entnahmen laut Polizei explosionsfähiges Pulver aus nicht abgebrannten Feuerwerkskörpern von Silvester und füllten es in ein dünnwandiges, etwa 50 Zentimeter langes Kupferrohr. An dem nahegelegenen Fluss Fulda, rund 80 Meter vom Haus der Großeltern des 13-Jährigen entfernt, zündeten sie den Sprengsatz mit einem Feuerzeug und einer Zündschnur. Bei der Explosion wurden am Freitagnachmittag der ältere Junge getötet und sein Freund leicht verletzt.

Die Polizei empfiehlt Eltern und anderen Erziehungsberechtigten von Kindern, sehr sorgfältig mit übriggebliebenem Silvesterfeuerwerk umzugehen. Alle Polizeidienststellen in Hessen nehmen diese Gegenstände kostenlos zur Entsorgung entgegen, wie die Behörde weiter mitteilte. Die Vernichtung erfolgt über das Hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden.