Tarifstreit : Gewerkschaft kündigt "härtere Gangart" an

Verdi übt mit neuen Warnstreiks Druck auf Banken aus

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen bei den Banken hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit einem neuen Warnstreik Druck auf die Arbeitgeber gemacht.

Frankfurt/Main. Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen bei den Banken hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit einem neuen Warnstreik Druck auf die Arbeitgeber gemacht. Am Donnerstag hätten in Frankfurt am Main insgesamt 600 Bank-Angestellte die Arbeit niedergelegt und vor den Konzernzentralen verschiedener deutscher Großbanken demonstriert, teilte Verdi mit. "Für uns sind Warnstreiks aber erst der Anfang, und wir sind bereit, eine härtere Gangart einzulegen, wenn sich die Verhandlungen weiter in die Länge ziehen", sagte der Frankfurter Verdi-Bezirkssekretär für Finanzdienstleistungen, Herbert Bayer.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Baden-Württemberg Warnstreiks im Bankgewerbe gegeben. Verdi fordert für die 250.000 Angestellten bei den privaten und öffentlichen Kreditinstituten insgesamt acht Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 260 Euro mehr pro Monat. Bei den bisherigen Verhandlungsrunden hatte sich keine Annäherung abgezeichnet. Am Dienstag sollen die Tarifgespräche in Frankfurt am Main fortgesetzt werden.

( afp )