Ölpreis: Ökostrom-Anbieter erhöht Gaspreise

Hamburger LichtBlick unter Zugzwang

Der größte unabhängige Energieanbieter in Deutschland und Marktführer im Ökostrom-Segment, die Hamburger LichtBlick GmbH, wird zum 1. September den Preis für sein Gasprodukt erhöhen.

Hamburg. Die Erhöhung wird begründet mit der Ölpreisbindung beim Erdgasbezug. LichtBlick wird den Kilowattstundenpreis von 6,25 Cent auf 7,65 Cent erhöhen. Dabei bleibt der Grundpreis von 9,90 Euro monatlich erhalten.

Auf Grund der in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eingeführten Ölpreisbindung folgen die Preise für Erdgas - unabhängig von dem marktwirtschaftlichen Mechanismus von Angebot und Nachfrage - mit einer zeitlichen Verzögerung von einigen Monaten der Entwicklung des Ölpreises, der sich auf historischem Höchststand bewegt.

"Trotz der Preiserhöhung werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren. Im Gegenteil: Kaum ein anderer Gasversorger konnte einen ähnlich attraktiven Tarif so lange konstant halten wie wir", so Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer von LichtBlick. "Unsere Anpassung bleibt zumeist unter den Anhebungen, die von den etablierten Gasversorgern bereits umgesetzt wurden oder noch zu erwarten sind."

Zum Teil mehrmals wurden in den vergangenen Monaten die Preise von zahlreichen Gasversorger verteuert und weitere Steigerungen in einer bisher noch nie dagewesenen Größenordnung angekündigt - Erhöhungen um bis zu 40 Prozent werden genannt.

LichtBlick versorgt derzeit über 15.000 Kunden in den sieben nordöstlichen Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit einem Biogas-Erdgas-Gemisch. Damit gibt LichtBlick als erster unabhängiger Energieanbieter überhaupt Millionen von Haushalts- und Gewerbekunden die Möglichkeit, ihren Gasversorger zu wechseln.