Suchaktion auf Fehmarn:

Vermisster Siebenjähriger vermutlich ertrunken

Rettungskräfte suchen bisher vergeblich nach dem am Montag nahe Puttgarden verschwundenen Kind. Eventuell sei der Junge am Ende der rund 300 Meter breiten Flachwasserzone ins tiefe Wasser geraten.

Hamburg/Puttgarden. Vor der Ostseeinsel Fehmarn ist vermutlich ein siebenjähriger Junge aus Niedersachsen beim Baden ertrunken. Rettungskräfte suchten auch am Dienstag vergeblich nach dem am Montag nahe Puttgarden verschwundenen Kind. Derzeit müsse mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem tödlichen Badeunfall ausgegangen werden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagnachmittag. Eventuell sei der Junge am Ende der rund 300 Meter breiten Flachwasserzone ins tiefe Wasser geraten. Der Meeresboden falle dort sehr steil ab.

Die Eltern des Kindes aus der Nähe von Peine hatten ihren Sohn am Montagnachmittag gegen 16.30 Uhr als vermisst gemeldet. Daraufhin begann eine große Suchaktion mit Hubschrauber-Einsätzen, mehreren Booten und Tauchern, die am Dienstagnachmittag noch andauerte. Die Chancen, den Jungen lebend zu finden, wurden jedoch als gering eingeschätzt. "Wenn er im Wasser ist, hat er keine Überlebenschance", sagte der Polizeisprecher. Auch an Land werde allerdings noch nach dem Siebenjährigen gesucht.

Den Eltern, die noch zwei ältere Kinder haben, stehen nach Polizeiangaben unter Schock und wurden von einem Seelsorger betreut. Sie wollten auf der Ostseeinsel Urlaub machen.