Olympia: Ticket-Vergabe

Deutschland fährt mit 435 Athleten nach Peking

24 Tage vor dem Olympiaauftakt in Peking hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) heute die letzten 231 Tickets vergeben.

Kienbaum. 24 Tage vor dem Olympiaauftakt in Peking hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) heute im Bundesleistungszentrum Kienbaum östlich von Berlin die letzten 231 Tickets vergeben. Damit reist die deutsche Mannschaft mit einem 435-köpfigen Aufgebot und der Hoffnung auf einen Stopp des seit 1992 währenden Abwärtstrends im Medaillenspiegel ins Reich der Mitte.

Allerdings könnte es noch Nachzügler geben. Die von Dirk Nowitzki angeführten Basketballer wollen in dieser Woche ihre Olympia-Fahrkarten beim Qualifikationsturnier in Athen lösen. Dann wäre der deutsche Sport bei den 302 Entscheidungen von Peking (8. bis 24. August) in 26 der 28 Sportarten vertreten. Nur Baseball und Softball blieben unbesetzt. Letzter Meldetermin beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist der 23. Juli.

Zu den Nominierten gehören Goldhoffnungen wie die deutschen Handballer, die Fußball-Frauen und die Reiter mit Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Isabell Werth (Rheinberg).

Nominiert wurde auch Diskusweltmeisterin Franka Dietzsch, obwohl sie krankheitsbedingt in diesem Jahr noch keinen Leistungsnachweis erbringen konnte.

Schwimmerin Vipa Bernhardt, die sich per einstweiliger Verfügung in das Team geklagt hatte, wurde vom DOSB vorläufig nominiert, da sie vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) vorgeschlagen wurde. Eine endgültige Entscheidung trifft der DOSB aber ebenfalls erst am 20. Juli. Dies gilt auch für Tennisprofi Rainer Schüttler.

Vor vier Jahren in Athen umfasste das deutsche Team 452 Athleten und gewann als Sechster des Medaillenspiegels 49-mal Edelmetall (13 Gold/16 Silber/20 Bronze). Das erfolgreichste Team seit der Wiedervereinigung gab es 1992 mit 82 Medaillen (33/21/28), das größte vier Jahre später in Atlanta mit 469 Sportlern.