Lufthansa: Tarifgespräche gescheitert

Fluggäste befürchten Streiks

Bei der Lufthansa sind die Tarifverhandlungen für das Boden- und Kabinenpersonal in der vierten und entscheidenden Runde abgebrochen worden.

Frankfurt/Main. Einen ungünstigeren Zeitpunkt für die gescheiterten Gespräche zwischen Lufthansa-Management und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hätte es nicht geben können.

Da Verdi im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen mit unbefristeten Streiks gedroht hatte, sind sie jetzt zur sommerlichen Hauptreisezeit wahrscheinlich.

Die Tarifparteien hatten ihre Verhandlungen heute fortgesetzt, nachdem auch gestern in einem 14-stündigen Verhandlungsmarathon keine Einigung erzielt worden war. Heute gegen Mittag kam dann die Eilmeldung über den Ticker: Tarifverhandlungen bei der Lufthansa gescheitert! Die Gespräche hätten zu keinem Ergebnis geführt, sagte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt am Main.

Dabei hatte die Lufthansa gestern noch ein nachgebessertes Angebot vorgelegt. Demnach wollte die größte deutsche Fluggesellschaft die Löhne und Gehälter in den kommenden beiden Jahren in zwei Stufen um insgesamt 6,7 Prozent erhöhen. Zusätzlich bot die Lufthansa dem Boden- und Kabinenpersonal bis spätestens August eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent eines Jahresgehalts an. Verdi hatte zuletzt ein Lohnplus von 9,8 Prozent gefordert.

( dpa )