Almeria: Drama vor der Küste

14 afrikanische Flüchtlinge gestorben

Sie waren mit dem Boot auf dem Weg nach Spanien. Nachdem das Boot einen Motorschaden hatte, war das Schiff tagelang manövrierunfähig auf dem Meer bei sengender Hitze umhergetrieben.

Madrid. Unter den 14 Toten aus Afrika südlich der Sahara sind auch neun Kinder im Alter von ein bis vier Jahren. Die spanische Küstenwache hatte das Flüchtlingsboot in der Nacht zu heute vor der Provinz Almeria aufgegriffen. An Bord waren noch 35 Überlebende, darunter drei Schwangere. Den Überlebenden zufolge, wurden die Leichen der Toten über Bord geworfen. Der Zustand der Geretteten ist schlecht.

Immer wieder versuchen Menschen aus verarmten und von Kriegen geschüttelten Regionen auf abenteurliche Weise, nach Europa zu gelangen. Viele Menschen überleben die gefährlichen Flucht auf dem Seeweg nicht. Im vergangenen Jahr starben nach Angaben der Organisation für Menschenrechte in Andalusien 921 Flüchtlinge, die nach Spanien wollten.

Spanien zählt zu den Hauptzielen illegaler Einwanderer. Nachdem im Rekordjahr 2006 mehr als 31 000 Flüchtlinge auf den Kanarischen Inseln ankamen, ging die Zahl im vergangenen Jahr um 60 Prozent zurück. Grund dafür sind stärkere Kontrollen der spanischen Küstenwache und neue Rückführungsabkommen mit afrikanischen Staaten.

( abendblatt.de )