CityMan-Triathlon

Daniel Unger gewinnt den Weltcup

| Lesedauer: 3 Minuten

Doppel-Sieg für die deutschen Triathleten in Hamburg. Daniel Unger lief nach 1:46:51 Stunden über die Zielgerade, sechs Sekunden nach ihm kam Jan Frodeno ins Ziel.

Hamburg. 34 Tage vor dem olympischen Triathlon hat Daniel Unger am Ort seines bislang größten Erfolges eine perfekte Generalprobe gefeiert und zusammen mit Jan Frodeno einen deutschen Zweifacherfolg beim Heim-Weltcup in Hamburg perfekt gemacht. Wie schon vor einem Jahr gegen den Spanier Javier Gomez, der am Sonnabend auf einen Start verzichtete, setzte sich Unger im Schlussspurt auf den letzten Metern nach insgesamt 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen durch. "Ich bin überglücklich, dass es wieder geglückt ist", sagte der für den TV Mengen startende Unger. "Der Olympia-Test ist gut verlaufen."

Nach 1:46:51 Stunden überquerte der 30-Jährige unter dem Jubel tausender Fans auf dem Rathausplatz die Ziellinie, kurz danach folgte der ebenfalls für Peking qualifizierte Frodeno. Als Fünfter rundete der dritte aus dem deutschen Olympia-Team, Christian Prochnow (Potsdam), das überragende Ergebnis der schwarz-rot-goldenen Olympia-Dreikämpfer hinter dem Briten Oliver Freeman und dem Russen Iwan Wassilijew ab. Siebter wurde Maik Petzold, Neunter Gregor Buchholz.

Sichtlich entspannt gab Unger bis vier Minuten vor dem Sprung ins 21,6 Grad Celsius warme Wasser der Binnenalster noch Interviews. Nervöser wirkte indes Wassilijew, der das Rennen zeitweilig anführte: Der Russe leistete sich einen Fehlstart und musste beim Wechsel aufs Rad eine Strafe von 15 Sekunden abbrummen.

Auf den 40 Kilometern per Rad durch die Hamburger City kam es immer wieder zu zaghaften Ausreißversuchen. Der deutsche Express diktierte aber letztlich das Tempo. Schließlich setzten sich kurz vor Ende der zweiten Teilstrecke Prochnow und der Australier Gareth Halverson ab. Das Duo begab sich auch als erstes auf die Laufstrecke. Mit gut einer halben Minute Rückstand folgten Unger, Frodeno und Petzold.

Halverson schwächelte. Prochnow, der erst am 25. Mai in Madrid sein Ticket nach Peking gelöst hatte, führte allein nach der ersten von vier Runden auf der 2,5 Kilometer langen Laufstrecke. Doch kurz vor dem Ende der zweiten Runde drehten Unger und Frodeno auf. Nach 1:32:00 Stunden war es soweit: Schwarz-Rot-Gold mal drei an der Spitze, im Schlepptau Freeman. Prochnow musste Tribut zollen.

Wie vor einem Jahr, als sich der 2007-Weltmeister einen heißen Kampf mit Gomez lieferte, fiel auch diesmal die Entscheidung auf den letzten Metern. Und wieder zugunsten von Unger: "Es ist einfach geil hier in Hamburg." In der Hansestadt gehen an diesem Sonntag auch die Frauen an den Start. Selbstvertrauen für Peking wollen sich dann Ricarda Lisk und Anja Dittmer holen, Christiane Pilz ist in Hamburg nicht dabei.

( dpa )