Eine Schule für alle

SPD einigt sich auf Bildungsziel

Die SPD Hamburg hat ihren bildungspolitischen Kurs mit dem Ziel "einer Schule für alle" bestätigt.

Auf dem Landesparteitag verabschiedeten die Sozialdemokraten am Sonnabend in mit großer Mehrheit einen entsprechenden Antrag des Vorstands. Sie erneuerten damit einen ähnlich lautenden Parteitagsbeschluss vom Dezember 2006. Dem Wunsch der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung und des Kreisverbands Harburg zur Unterstützung des Volksbegehrens "Eine Schule für alle" folgten die Parteimitglieder jedoch nicht. Sie erklärten die Anträge durch die Annahme des Vorstandswillens für "erledigt".

"Wir haben in dieser Partei unterschiedliche Auffassungen über die Wege", sagte der frisch im Amt bestätigte Landeschef Ingo Egloff mit Blick auf das Ziel "Eine Schule für alle". Ein Erfolg der Initiative bedeute jedoch ein abruptes Ende des Gymnasiums. Dies sei nicht zu vermitteln. "Wenn diese Entscheidung so gefällt ist, dann ist es so, dass das Gymnasium abgeschafft ist", sagte Egloff. Der Parteivorsitzende riet stattdessen dazu, die Eltern mitzunehmen auf dem Weg hin zu einer Schule für alle. "Wir wollen überzeugen."

Dem gefassten Beschluss zufolge sollen zunächst nach Abschaffung der Hauptschulen integrierte Haupt- und Realschulen eingerichtet werden. Auch soll die Schulaufsicht regionalisiert und gemeinsame Oberstufen in den Stadtteilen angestrebt werden. Aus allen Schulformen müsse zudem der Weg zum Abitur eröffnet werden, der Elternwillen respektiert und das Sitzenbleiben einzelner Schüler abgeschafft werden. Als Endziel bleibe jedoch "eine Schule für alle".

Hamburgs schwarz-grüner Senat will das Schulsystem der Hansestadt grundlegend reformieren. So soll sich das Hamburger Schulsystem künftig in Primarschulen, die von der Vorschule bis zur Klasse sechs gehen, in Gymnasien und Stadtteilschulen gliedern. Grund-, Haupt- und Realschulen werden abgeschafft. Ursprünglich wollten die Grünen "eine Schule für alle" bis zur Klasse neun, die CDU ein Zwei-Säulen-Modell aus Stadtteilschulen und Gymnasien.

( dpa )