Jerusalem: Mindestens zwei Tote und Dutzende Verletzte

Palästinenser fährt Amok

Mit der Schaufel eines Bulldozers zerdrückte der Attentäter eine Frau in ihrem Auto und warf einen Autobus um. Augenzeugen berichteten von Bildern wie aus einem Albtraum.

Jerusalem. Bei einer wilden Amokfahrt mit einem Bulldozer hat ein palästinensischer Attentäter in Jerusalem mindestens zwei Israelis getötet. Etwa 40 weitere Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt, als der Fahrer mit der Schaufel des Baufahrzeugs auf der zentralen Jaffa-Straße mehrere Autos demolierte und einen Autobus auf die Seite warf. Ein Polizist gab den Angaben aus unmittelbarer Nähe mehrere Schüsse auf den Fahrer ab und tötete ihn. Nach Polizeiangaben stammte der Attentäter aus dem arabischen Ost-Jerusalem und war als Krimineller bekannt.

Augenzeugen berichteten von Bildern wie aus einem Albtraum. Der Fahrer, ein junger Mann, habe mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck mehrere Fahrzeuge gerammt, darunter zwei Autobusse, und sie teilweise mit sich geschleift. Eine Frau sei in ihrem Auto von der Schaufel des Bulldozers zu Tode gedrückt worden. Mehrere demolierte Autos lagen am Straßenrand. Hubschrauber kreisten über dem Ort des Anschlags.

Am Morgen hatte Israel die Grenzübergänge in den Gazastreifen für Waren wieder freigegeben. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hatte die Wiedereröffnung zwei Wochen nach Vereinbarung einer Waffenruhe mit den militanten Palästinensergruppen angeordnet.