Fall Madelaine:

Polizei in Portugal legt Abschlussbericht

Mehr als ein Jahr nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine im Familienurlaub in Portugal hat die dortige Polizei ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Auf der Grundlage dieses umfangreichen Berichts werde dann entschieden, ob die Ermittlungen eingestellt oder fortgeführt würden, teilte Generalstaatsanwalt Fernando Pinto Monteiro am Dienstag in Lissabon mit.

Der oberste Ermittler des Landes nahm damit zu Berichten portugiesischer Zeitungen Stellung, wonach die Suche nach dem Mädchen bis zum 15. August beendet werde, weil kein Ausweg aus der Sackgasse erkennbar sei. Erst bei neuen Hinweisen solle der Fall wieder aufgegriffen werden, berichteten mehrere Zeitungen unter Berufung auf Polizeikreise.

Wenn die Akte geschlossen wird, würde dies auch bedeuten, dass nicht mehr gegen die als Verdächtige benannten Personen ermittelt wird. Dabei handelt es sich um die Eltern von Madeleine, Kate und Gerry McCann, sowie einen Bewohner der Region. Das Mädchen verschwand im Mai 2007 an der südlichen Algarve, wenige Tage vor seinem vierten Geburtstag. Die McCanns haben eine internationale Kampagne gestartet, um ihre Tochter wiederzufinden. Im September vergangenen Jahres kehrten sie nach England zurück, nachdem sie als Verdächtige benannt worden waren.