Fuhlsbüttel: Die Airports von München und Frankfurt als Vorbild

Flughafen plant emissionsabhängige Start-Entgelte

Der Hamburger Flugafen plant, zum Jahreswechsel 2009/2010 emissionsabhängige Start- und Landeentgelte einzuführen.

Das kündigte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Hamburg Airport, Michael Eggenschwiler, am Montagabend beim politischen Abend seines Unternehmens an. Hamburg wolle dabei auf den Erfahrungen der laufenden Pilotprojekte an den Flughäfen Frankfurt und München aufbauen. Dadurch würden alle Fluggesellschaften belohnt, die emissionsarme Flugzeuge einsetzten. In den vergangenen fünf Jahren habe der Flughafen den Ausstoß von Kohlendioxid um 11 600 Tonnen jährlich vermindert. "Das entspricht der jährlichen Emission von 5 800 Mittelklassewagen", berichtete Eggenschwiler.

Weitere 1700 Tonnen CO2 sollen jährlich zusätzlich eingespart werden. Ein wesentliches Projekt sei, die zentrale Energieversorgung der Maschinen über die Fluggastpier bereitzustellen statt mit den flugzeugeigenen Hilfsmotoren. Um den Lärmpegel am späten Abend für die Anwohner zu mindern, führt Eggenschwiler Gespräche mit den Fluggesellschaften, um die Verspätungen in den Nachtstunden zu reduzieren. Die Zahl der Flüge zwischen 23.00 und 24.00 Uhr sei seit Februar 2008 um ein Viertel zurückgegangen.