Eilbek: Notoperation war vergeblich

31-Jähriger erstochen

Blutüberströmt konnte sich der Mann noch bis zur Tür eines Nachbarn schleppen - aber es war zu spät. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Hamburg. Valjdet Berisha ist gestern Abend gegen 22:45 Uhr in seiner Eilbeker Wohnung am Hirschgraben niedergestochen worden. Er starb wenig später im Krankenhaus. Der Mann stammte aus Serbien-Montenegro und pflegte laut Polizei Kontakte zur Transvestitenszene.

Blutüberströmt war er nach der Attacke vor der Tür eines Nachbarn des Mehrfamilienhauses zusammengebrochen. Er schaffte es aber noch zu klingeln. Der Nachbar holte Hilfe. Doch als die Rettungskräfte eintrafen, hatte der 31-Jährige bereits das Bewusstsein verloren. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und sofort operiert. Aber es war zu spät, er starb.

Die Polizei fand in der Nähe des Tatorts eine Hose und eine Jacke, an der Blut klebte möglicherweise die Kleidung des Messerstechers. Offensichtlich hat ein Kampf stattgefunden und die Mordkommission hält es für möglich, dass sich der Täter dabei selbst verletzt hat. Kampfspuren in der Wohnung deuten darauf hin. Außerdem fanden die Ermittler die mutmaßliche Tatwaffe.

Valjdet Berisha lebte nach ersten Erkenntnissen der Mordkommission allein und hatte Verbindungen zur Transsexuellen- Szene. "Wir können nicht sagen, dass die Tat auch mit dieser Szene zusammenhängt. Wir ermitteln in alle Richtungen, das Motiv ist weiter unklar", sagte ein Polizei-Sprecher.

Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Die Polizei bittet um Mithilfe. Hinweise bitte unter der Rufnummer 4286-56789.