Klimaschutz: Neues Antriebskonzept

Wasser als Kraftstoff

Wasser in den Tank und ab geht’s: Eine japanische Firma will eine Brennstoffzelle erfunden haben, die H20 in Wasserstoff umwandelt – ohne jede weitere Energiezufuhr.

Hamburg. Spritpreise oder einfach schlechtes Gewissen: Der Griff zur Zapfsäule wird für Autofahrer immer schmerzvoller. Entweder schlägt die Haushaltkasse Alarm oder das eigene Umweltbewusstsein. Doch damit ist es bald vorbei. Vielleicht. Glaubt man der japanischen Firma Genepax könnte Autofahren ökologisch bald so unbedenklich sein wie Fahrradfahren. Genepax will eine Wasserstoff-Brennstoffzelle gebaut haben, die ausschließlich mit Wasser und Luft funktioniert.

Und das ohne jede weitere Energie- oder Stoffzufuhr. Das klingt nicht nur unglaublich, streng genommen ist es das auch. Denn: Die Firma hat bis zu diesem Zeitpunkt keine Details verraten, auf welche Weise der Treibstoff, also das Wasser, in Energie umgewandelt wird. Auch die modernsten Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff brauchen bisher ungeheure Mengen an Energiezufuhr. Und das ist dann auch der einzige Schönheitsfehler des Umweltkonzepts Brennstoffzelle. Denn Wasserstoff selbst ist ökologisch unbedenklich, seine Herstellungsweise ist es nicht. Sollten die Japaner der Fachwelt keinen Bären aufgebunden haben, könnte man tatsächlich ein Auto bauen, das mit Wasser fährt und zwar wirklich nur mit Wasser.

Zweifel bleiben zu diesem Zeitpunkt mehr als angebracht, aber Träumen zumindest das muss ja noch erlaubt sein.

( abendblatt.de )