EM 2008: Reeperbahn ein Fahnenmeer

Hamburg feiert Viertelfinal-Einzug

Freudentänze, Fahnen und Autokorsos: Die Fans bejubelten den 1:0-Erfolg über Österreich wie den Turniersieg. Auf dem Kiez und am Millerntorplatz war kein Durchkommen mehr.

Hamburg. Ausgelassen haben am späten Montagabend in Hamburg zehntausende Fußballfans den Einzug der deutschen Nationalmannschaft ins Viertelfinale der Europameisterschaft gefeiert. Allein auf dem Fan-Fest auf dem Heiligengeistfeld jubelten mehr als 30 000 Menschen über den 1:0-Sieg der deutschen Kicker gegen Österreich. Zahlreiche Fans fielen sich nach Abpfiff in die Arme, führten hüpfend Freudentänze auf oder schwenkten vor der 60 Quadratmeter großen Videowand schwarz-rot-goldene Flaggen. In vielen Stadtteilen fuhren Autos laut hupend durch die Straßen. Die Polizei verzeichnete nach eigenen Angaben zunächst keine größeren Zwischenfälle. Vereinzelt seien jedoch Störer in Gewahrsam genommen worden.

Auf der Reeperbahn, am Millerntorplatz und auch am Harburger Ring gab es für Autos nach dem Ende des Spiels zeitweise kein Durchkommen mehr. Auf der Reeperbahn tanzten hunderte Schlachtenbummler zum Teil mit nackten Oberkörpern oder fahnenschwenkend auf der Fahrbahn. Die Rettungskräfte der Feuerwehr zählten rund um das Fan-Fest bis kurz nach Mitternacht 23 Einsätze und brachten zehn Verletzte in Krankenhäuser. Insgesamt sei es aber sehr ruhig gewesen, sagte ein Sprecher. Bereits die ersten beiden Vorrundenspiele der deutschen Nationalelf gegen Polen und Kroatien hatten jeweils mehr als 30 000 Besucher auf dem Heiligengeistfeld verfolgt. Das Fan-Fest gilt als eines der größten Deutschlands.

( dpa )