Raumfahrt

Shuttle "Discovery" nach zwei Wochen gelandet

Die US-Raumfähre "Discovery" ist wieder sicher auf der Erde. Der Space-Shuttle mit sieben Astronauten an Bord setzte nach einer zweiwöchigen Reise am Sonnabend pünktlich um 17.15 Uhr MESZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auf.

Washington. "Glückwunsch zu einer wunderschönen Landung und erfolgreichen Mission", kam es aus der Bodenzentrale in Houston (Texas), als die Raumfähre auf der Bahn 15 zum Stillstand kam.

Bei dem insgesamt 123. Shuttle-Flug brachte die "Discovery" das Kernsegment des japanischen Forschungslabors "Kibo" (Hoffnung) samt einem Roboterarm zur Internationalen Raumstation ISS. Damit hat Japan erstmals einen ständigen Außenposten im All.

Außerdem brachte der Shuttle eine Pumpe zur Reparatur einer defekten Bordtoilette zum Außenposten im All. Japanische Forscher hatten 20 Jahre an der Entwicklung von "Kibo" gearbeitet. Mit der "Discovery" kehrte auch ISS-Langzeitbewohner Garret Reisman zur Erde zurück. An seiner Stelle blieb der mit dem Shuttle angereiste Greg Chamitoff in der Raumstation zurück.

Am Donnerstag hatte es auf der Heimreise für die Crew eine Schrecksekunde gegeben. Vom Seitenruder löste sich bei einem Routinetest ein kleines Metallstück, das die Bremsvorrichtungen vor Erhitzung nach dem Start schützt. Aber schnell gab es Entwarnung: Keine Gefahr für die Landung, ließ Mission Control in Houston wissen.

Während der Shuttle an die ISS angekoppelt war, hatten Astronauten in drei Außeneinsätzen das "Kibo"-Hauptmodul angebracht und ausgestattet. In dem Labor, das mit einer Länge von mehr als zwölf Metern und einem Durchmesser von knapp fünf Metern ungewöhnlich groß ist, sind in den kommenden Jahren rund 100 Experimente geplant. Sie sollen unter anderem der Entwicklung von Medikamenten wie hochwertigen Protein-Kristallen zur Heilung von Allergien dienen. Endgültig soll "Kibo" nach einer dritten Lieferung zum Jahresende fertiggestellt werden. Unter anderem fehlt noch einer zweiter kleinerer Roboterarm für das Modul.