EADS

Airbus-Werk in Laupheim wird verkauft

Der Flugtechnikkonzern EADS will das Airbus-Werk in Laupheim an den Nürnberger Diehl-Konzern verkaufen. Das Unternehmen sei als bevorzugter Bieter ausgewählt worden.

Paris. Der Flugtechnikkonzern EADS will das Airbus-Werk in Laupheim an den Nürnberger Diehl-Konzern verkaufen. Das Unternehmen sei als bevorzugter Bieter ausgewählt worden, teilte die Airbus- Muttergesellschaft am Samstag in Toulouse mit. Es werde nun mit Diehl exklusiv weiterverhandelt sowie die noch ausstehenden Details geprüft, sagte ein Airbus-Sprecher. Der Vertrag solle so schnell wie möglich abgeschlossen werden. "Es handelt sich um einige Wochen bis Monate."

Die rund 1100 Beschäftigten des Airbus-Werkes in Laupheim (Kreis Biberach) stellen die Kunststoff-Innenverkleidung und die Klimarohre für alle Airbus-Flugzeuge her. Dazu gehören insbesondere die Klappen für die Gepäckfächer über den Passagiersitzen sowie die Tür- und Türrahmenverkleidungen, aber auch komplette Schlafkojen für Crew-Mitglieder. Zur Endmontage werden die rund 10 000 Einzelteile für die Kabinenausstattung allerdings an andere Standorte gebracht. Laupheim stattet als "Generalunternehmer" auch die Kabinen des Riesen-Airbusses A 380 aus.

Das Laupheimer Werk ist seit Januar 2005 wieder vollständig in den Flugzeughersteller Airbus Deutschland integriert. Airbus Deutschland wiederum ist Tochter des französischen EADS-Konzerns. Mitte der 90er Jahre war Laupheim im Zuge des damaligen Sanierungsprogramms "Dolores" als Aircabin GmbH in eine Tochtergesellschaft ausgelagert worden.