Neues Waffengesetz: Konferenz in Dublin

Streubomben-Verbot beschlossen

Die Bomben öffnen sich in der Luft und verteilen ihre tödliche Ladung über einem weiten Gebiet. Aber oft bleiben Blindgänger als Landminen liegen.

Dublin. Vertreter aus über 100 Ländern haben sich bei einer Konferenz in Dublin auf ein Verbot von Streubomben geeinigt. Die tödlichen Waffen öffnen sich in der Luft und können viele kleine Sprengsätze über ein weites Gebiet verteilen. Da diese oftmals nicht sofort detonieren, bleiben sie als Landminen liegen.

Die Teilnehmer der internationalen Tagung stimmten dem Entwurf für ein Abkommen zu, dass die Waffen verbietet. Die weltweit wichtigsten Produzenten und Anwender von Streubomben - die USA, Israel, China, Russland, Indien und Pakistan - nahmen an der Konferenz allerdings nicht teil.

Nach Angaben des UN-Entwicklungsprogramms sind mehr als 13 000 Menschen durch Streubomben getötet oder verletzt worden, die meisten von ihnen in Laos, Vietnam, Afghanistan, im Irak und im Libanon. Jüngst hatte auch Papst Benedikt XVI. ein Verbot der Streubomben gefordert.