Fuhlsbüttel: Wieder mehr Starts

SPD warnt vor Aufweichung des Nachtflugverbots

Die Zahl der Nachtflüge zwischen 23 und 24 Uhr hat 2007 im Vergleich zum Vorjahr um gut fünf Prozent zugenommen. Die SPD spricht von „einkalkulierten Regelverstößen“.

Hamburg. Der Stein des Anstoßes ist die Senatsantwort auf eine Große Anfrage der Hamburger SPD-Bürgerschaftsfraktion. Demnach wurden 2006 noch 1365 Flugbewegungen in der Stunde vor Mitternacht registriert. 2007 waren es bereits 1438. Damit habe die Zahl der Starts und Landungen zwischen 23 Uhr und Mitternacht 2007 deutlich zugenommen, sagte der SPD-Abgeordnete Gunnar Eisold am Montag. Leidtragende seien vor allem die Flughafenanlieger aber auch die korrekten Fluglinien.

Die SPD-Umweltexpertin Monika Schaal sprach von "einkalkulierten Regelverstößen". Sie sagte: "Ich habe Zweifel, ob diese vermeintlichen Verspätungen unabwendbar waren". 2006 seien fünf Fluggesellschaften mit nur acht Linienflügen für 50 Prozent der im kritischen Zeitraum registrierten Flüge verantwortlich gewesen. Hier habe man späte Flugbewegungen eingeplant, um mehr Auslastung und mehr Umsatz zu bekommen, meinte die SPD-Politikerin.

Außerdem forderte Schaal eine Verschärfung der ihrer Ansicht nach zu laschen Sanktionspraxis des Senats. "Bußgelder, die nicht vollstreckt werden und die bei einer Spanne von 83 Euro bis 2400 Euro nicht wirklich weh tun, bewirken gar nichts", kritisierte die SPD-Politikerin.