"Problembär": ARD beginnt Dreh

Brunos Leben als Komödie

Die Geschichte des getöteten Bären Bruno wird als Komödie verfilmt. Die erste Klappe für die Koproduktion von Bayerischem und Österreichischem Rundfunk unter dem Titel „Der Bär ist los!“ ist jetzt in Tirol gefallen, wie der BR in München mitteilte.

München. Die Hauptrollen spielen Harald Krassnitzer, Nadeshda Brennicke, Fritz Karl und Erwin Steinhauer sowie fünf Bären aus dem Zirkus Paul Busch. Die ARD will den Film 2009 ausstrahlen.

Der echte Bruno wurde im Sommer 2006 am Spitzingsee abgeschossen, weil er nach Ansicht der Behörden zum Sicherheitsrisiko geworden war. Seit März steht er ausgestopft im Münchner Museum Mensch und Natur.

Die Fernsehkomödie, die in Innsbruck und am Achensee gedreht wird, folgt ironisch seinen Spuren: Auf der Suche nach einem neuen Revier kommt der halbstarke Bruno nach Tirol und soll von dem Jäger und Abenteurer Hubert Wolfgruber (Fritz Karl) mit Hilfe einer kanadischen Bärenfalle gefangen werden. Die bayerische Tierschützerin Linde Blümel (Nadeshda Brennicke) will das um jeden Preis verhindern, verliebt sich aber in Wolfgruber.

Auch Zoodirektor Rettensteiner (Harald Krassnitzer), der ein Männchen für seine brünftige Bärin Cilly sucht, macht sich mit dieser auf die Suche nach Bruno - ebenso wie zwei finnische Bärenjäger, ein "bayerischer Indianer" sowie Jägermeister Lettenbichler (Herbert Knaup), der den Grenzgänger Bruno im Freistaat abschießen will.

Die fünf mitwirkenden Zirkus-Bären fühlten sich bislang "sauwohl": "Die Umgebung liegt ihnen und sie genießen die Tiroler Natur", zitierte der BR ihren Trainer Henry Spindler. Der kenne die Tiere seit ihrer Geburt und habe ein sehr enges Verhältnis zu ihnen. "Wir arbeiten ja in der freien Natur ohne Beißkorb und Leine, da müssen die Bären auf mich hören, sonst würden sie ja einfach in den Wald abhauen", erklärte der Trainer.