Pleite-Skandal: Handel mit geheimen Firmendokumenten

Pooth zeigt Ex-Mitarbeiter an

Immer neuer Wirbel um Franjo Pooth: Im Zusammenhang mit der Pleite seines Unternehmens Maxfield soll ein 57-Jähriger die Sparkasse Düsseldorf erpresst haben.

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Staatsanwalt Arno Neukirchen bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht des "Express". Gegen den 57-Jährigen werde derzeit ermittelt.

Der Mann soll sich vertrauliche Firmendokumente von Maxfield erschlichen haben. Danach habe er sich dann an die Sparkasse gewandt und 150 000 Euro Schweigegeld gefordert. Andernfalls wollte er öffentlich machen, dass die Sparkasse Maxfield noch Kredite gewährt habe, als das Unternehmens schon pleite gewesen sei.

Neukirchen bestätigte auch Berichte, nach denen Pooth zwei ehemalige Mitarbeiter seines Unternehmens angezeigt hat. Der Ehemann von Werbestar Verona Pooth wirft ihnen vor, sie hätten vertrauliche Dokumente aus der Firma gestohlen und diese an die Presse verkauft.

Pooth war Anfang des Jahres wegen der 27-Millionen-Pleite seiner Firma Maxfield ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Seit Februar wird wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und der Bestechung gegen den 38-Jährigen ermittelt. Das Unternehmen soll Mitte 2007 bereits insolvenzreif gewesen sein, tatsächlich angemeldet wurde die Pleite erst im Januar 2008. Zudem soll Pooth Sparkassenmitarbeitern teure Geschenken gemacht haben, um hohe Kredite zu bekommen. In der vergangenen Woche machte Pooth mit einer Selbstanzeige beim Finanzamt neue Schlagzeilen.