Erdbeben in Kolombien

Tote und Verletzte bei Beben in Bogota

Mindestens sechs Menschen sind bei einem Erdbeben der Stärke 5,5 im Zentrum Kolumbiens ums Leben gekommen.

Bogota. Weitere 17 Menschen seien verletzt worden, teilten die Behörden in der Hauptstadt Bogota am Sonnabend weiter mit. Die Opfer seien in ihren Fahrzeugen durch Steinschlag und Erdrutsche auf der Fernstraße von Bogotß nach Villavicencio, der Hauptstadt der Provinz Meta, ums Leben gekommen. In Bogota selbst und anderen Städten der Region brach Panik aus.

Das Epizentrum habe sich etwa 55 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt befunden. Da sich das Beben in geringer Tiefe von 3,9 Kilometern ereignet habe, seien die Erdstöße sehr stark zu spüren gewesen. In der Hauptstadt brachen mindestens zwei Feuer aus, eines in einem Einkaufszentrum, ein zweites in einem Fernsehsender. Auch seien an mehreren Gebäuden, darunter auch Hotels, Risse entstanden, hieß es weiter. Zeitweise seien auch Telefonverbindungen unterbrochen gewesen, sagte Innenminister Carlos Holguín. In kleineren Orten, die näher am Epizentrum liegen, stürzten nach ersten Angaben mindestens 40 Häuser ein.

In Bogota und umliegenden kleineren Städten im Zentrum des Landes flüchteten viele Menschen ins Freie. Auch Präsident Alvaro Uribe wurde bei einer Versammlung in der Gemeinde Florida in der südwestlichen Provinz Valle del Cauca von den Erdstößen überrascht. Die Sitzung sei unterbrochen worden, hieß es. Kolumbien liegt in einer ständig von Erdbeben gefährdeten Region, wo die Nazca-Platte und die Südamerikanische Platte aneinanderstoßen. 1999 starben bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 fast 1200 Menschen.