Florida: Waldbrände zerstören Häuser

Hunderte Menschen auf der Flucht

Gouverneur Charlie Crist rief in den betroffenen Gebieten den Notstand aus. Zufolge der Behörden könnten Brandstifter die Feuer gelegt haben.

Washington. Nach US-Medienberichten fielen mindestens ein Dutzend Gebäude den Flammen zum Opfer, etwa 70 Häuser wurden beschädigt. Angefacht von starken Winden und unterstützt von wochenlanger Trockenheit verbrannten die Feuer bislang eine Fläche von 16 Quadratkilometern. Floridas Gouverneur Charlie Crist erklärte für die betroffenen Gebiete den Notstand. Die Behörden schlossen nicht aus, dass Brandstiftung im Spiel sein könnte. Mindestens zwei Feuerwehrleute wurden verletzt. Insgesamt kämpfen mehrere Hundert Helfer gegen die Waldbrände.

Die Menschen besprengten ihre Häuser aus Gartenschläuchen, um sie vor dem Feuer zu schützen. "Die Flammen springen von einem Haus zum nächsten", berichtete ein Reporter des US-Fernsehsenders CNN. Die Arbeit der Feuerwehr werde erschwert, weil es keine klare Feuerfront gebe, sondern viele vereinzelte Brandherde. Allerdings gehen Meteorologen in den nächsten Tagen von einer Entspannung der Lage aus, weil die Winde etwas abflauen sollen.

Vorsichtshalber waren am Montag die Bewohner von 600 Häusern aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Am Abend erlaubten die Behörden ihnen jedoch wieder die Rückkehr. Zudem waren zeitweise einige Straßen gesperrt worden, weil der dichte Rauch die Sicht auf wenige Meter verringert hatte.