Erster Erfolg: Mit 140 durch den Elbtunnel

Neue Polizeivideo-Kräder halten Motorradraser an

Erster Erfolg der neuen Polizeivideo-Kräder in der Bekämpfung gegen Motorradraser: Polizeibeamte haben heute Morgen einen 40-Jährigen angehalten, der extrem zu schnell auf der Autobahn 7 unterwegs war.

Die beiden Polizeimotorräder mit dem Funknamen Vera West 59 waren gegen 05:30 Uhr auf der A 7 in Richtung Norden unterwegs. In Höhe des Autobahnkreuzes Südwest ist die Höchstgeschwindigkeit auf 120 Stundenkilometer begrenzt und die Beamten wurden von dem 40-Jährigen mit weit über 200 Stundenkilometern überholt. Die Beamten folgten dem Raser, der durch den Elbtunnel statt erlaubter 80 Stundenkilometer mit über 140 fuhr. In Höhe Stellingen konnte das Begleitkrad den 40-Jährigen mit seiner Maschine anhalten. Der Fahrer muss mit einem Fahrverbot, drei Punkten in Flensburg sowie einem Bußgeld von 200 Euro rechnen.

Seit Montag sind die Video-Kräder der Hamburger Polizei im Einsatz. Zielgruppe der Beamten sind Motorradraser, die durch derartige Fahrweisen sich und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer erheblich gefährden. Polizeisprecher Ralf Kunz: "Diese Fahrer ruinieren den Ruf vieler vernünftiger Motorradfahrer." Alleine in Hamburg sind fast 50.000 Motorräder und Leichtkrafträder zugelassen. Das Risiko, als Motorradfahrer im Straßenverkehr zu verunglücken, ist zehnmal höher als das eines Autofahrers.