Statistisches Bundesamt: Hamburg vor Bayern

Die meisten Einkommensmillionäre

Hamburg ist bekanntermaßen schön; zudem bekommen viele Hamburger noch ein besonders schönes Gehalt: Von 100 000 Einwohnern der Hansestadt versteuern statistisch 23,5 mehr als eine Million Euro.

Wiesbaden. Die meisten Einkommensmillionäre gibt es gemessen an der Einwohnerzahl in Hamburg. Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden zur Einkommensteuer-Statistik hervor. Nach Angaben der Behörde zahlten im Jahr 2004 insgesamt 9529 Millionäre mit mindestens einer Million Euro Einkünften Einkommensteuer. So kassierte der Staat insgesamt 25,872 Milliarden Euro. Über die Erhebung hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

In Hamburg kamen demnach auf jeweils 100.000 Einwohner im Durchschnitt 23,5 Steuerzahler mit einem Einkommen von mindestens einer Million Euro. An zweiter Stelle steht Bayern mit 16,3 Einkommensmillionären auf 100 000 Einwohner, an dritter Bremen mit 14,9.

Baden-Württemberg erreicht mit 14,6 Platz vier, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 14,3, Hessen mit 14,1 und Schleswig-Holstein mit 11,2. Niedersachsen hat 9,8 Einkommensmillionäre je 100.000 Einwohner, Berlin 8,7, Rheinland-Pfalz 7,8 und das Saarland 4,4. Am Ende der Skala stehen Mecklenburg-Vorpommern mit 2,0, Brandenburg und Sachsen mit je 1,6, Thüringen mit 1,5, und Sachsen-Anhalt bildet mit 1,4 Reichen das Schlusslicht.

Zahlenmäßig gab es in Nordrhein-Westfalen die meisten Einkommensmillionäre, nämlich 2.593, wie aus der Einkommensteuerstatistik 2004 hervorgeht. An zweiter Stelle steht Bayern mit 2.028 Millionären und an dritter Baden-Württemberg mit 1.562. Danach folgen (4.) Hessen mit 859, Niedersachsen (5.) mit 787, Hamburg (6.) mit 408, Schleswig-Holstein (7.) mit 317, Rheinland-Pfalz (8.) mit 316, Berlin (9.) mit 296, Bremen (10.) mit 99, Sachsen (11.) mit 70, Saarland (12.) mit 47, Brandenburg (13.) mit 42, Thüringen (14.) mit 36, Mecklenburg-Vorpommern (15.) mit 35 und Sachsen-Anhalt (15.) mit 34.

Im Vergleich zum Jahr 2003 ist die Zahl der Einkommensmillionäre um 1018 gestiegen. Allerdings lag sie 2002 mit 9.465 nur um 64 unter dem Stand von 2004. Damals war die Zahl kräftig eingebrochen. Denn 2001 wurden noch 12 504 Einkommensmillionäre gezählt.

Der Rückgang ist laut Bundesamt mit der Einführung des Halbeinkünfte-Verfahrens zu erklären: Bestimmte Kapitaleinkünfte, insbesondere Dividenden und Gewinnausschüttungen, würden bereits an der Quelle besteuert und erhöhten nur noch zur Hälfte die steuerpflichtigen Einkünfte der Steuerzahler.