Olympia: Flamme auf Mount Everest

Fackel auf dem Gipfel der Welt

Genau drei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele hat das Olympische Feuer den Gipfel des Mount Everest in Tibet erreicht. Eine Tibeterin trug die Fackel.

Peking. Das chinesische Fernsehen zeigte in einer Live-Übertragung das Bergsteigerteam auf dem mit 8 848 Metern höchsten Berg der Erde. Die 19 Mitglieder der Seilschaft hielten nach ihrem sechsstündigen Aufstieg neben der Olympischen Fackel die chinesische und die olympische Fahne in die Höhe.

Die Gruppe war fünf Stunden vor Tagesanbruch von einem Lager in 8.300 Meter Höhe zum Gipfel aufgebrochen. Die Etappe auf den Mount Everest war von Peking als medialer Höhepunkt des von antichinesischen Protesten geprägten Fackellauf geplant. Die Organisatoren hoffen, dass die Bilder der Flamme auf dem Mount Everest die negative Publicity wegen des Tibet-Konflikts vor den Sommerspielen in Peking zumindest teilweise eindämmen können.

Die Flamme wurde in einem Metallkanister transportiert, kurz vor dem Gipfel wurde eine eigens entwickelte Fackel entzündet. Letzte Läuferin war die Tibeterin Cering Wangmo. "Wir haben die Flamme auf dem Gipfel der Welt entzündet", sagte einer der Bergsteiger.

Einen genauen Termin für den Aufstieg hatte China zuvor nicht bekanntgegeben, es war nur von Mai die Rede. Entscheidend sei das Wetter, hatte es geheißen. Die Olympische Flamme wird außerdem durch alle Regionen und Provinzen Chinas getragen und soll am 6. August die Hauptstadt Peking erreichen, zwei Tage vor der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele.