Kartellamt:

41 Missbrauchsverfahren gegen Gas-Versorger

Wegen des Verdachts überhöhter Preise für Haushalts- und Gewerbekunden hat das Bundeskartellamt nach Medienberichten gegen sechs weitere Gasversorger Missbrauchsverfahren eingeleitet.

Erfurt/Bonn. Damit müssten inzwischen 41 Versorger ihre Preisbildung offen legen, berichtet die in Erfurt erscheinende Zeitung "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf einen Sprecher der Bonner Behörde. Die Entscheidungen werde es Mitte des Jahres geben. Bestätigt sich der Verdacht der Wettbewerbshüter, könnten Preissenkungen angeordnet werden.

Die Gasversorger mussten dem Bundeskartellamt bis zum 1. April die angeforderten Daten übermitteln. Die Behörde hatte schon Anfang März bundesweit gegen mehr als 35 Gasanbieter mit rund rund vier Millionen Kunden Verfahren wegen des Verdachts überhöhter Preise eingeleitet.

( dpa )