Handball:

HSV Hamburg besiegt Berliner Füchse

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Die Hamburger marschieren damit erneut in Richtung Champions-League-Teilnahme. Der THW Kiel baut seine Tabellenführung mit einem ungefährdeten Sieg gegen die HSG Nordhorn aus.

Hamburg. Nach dem 41:28 (19:12) vor 8525 Zuschauern über die Füchse Berlin ist den Hamburgern (52:12 Punkte) die Teilnahme an der europäischen Königsklasse kaum noch zu nehmen. Die letzten Zweifel können am 14. Mai beim Auswärtsspiel gegen Nordhorn ausgeräumt werden. Für den Aufsteiger aus der Hauptstadt (23:41), der vor wenigen Tagen noch Kiel an den Rand einer Niederlage gebracht hatte, gab es an der Elbe nichts zu holen. Nach zähem Beginn zogen die Gastgeber zwischen der 10. und 20. Minute von 4:4 vorentscheidend auf 14:7 davon.

In dieser Phase markierte HSV-Kapitän Guillaume Gille mit dem 6:4 den 1000. Bundesliga-Treffer der Hamburger in der laufenden Saison. Die Füchse konnten sich bei Schlussmann Petr Stochel bedanken, dass sie nicht noch deutlicher ins Hintertreffen gerieten. In den letzten zehn Minuten der Partie gab HSV-Trainer Martin Schwalb, der auf den noch immer verletzten Torsten Jansen verzichtete, Nachwuchs-Keeper Jürgen Müller Einsatzzeit. Beste HSV-Werfer waren Hans Lindberg (9/2) und Bertrand Gille (8), für Berlin traf Konrad Wilczynski (10/5) am besten.

Der THW Kiel hat mit dem ungefährdeten Sieg gegen die HSG Nordhorn die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga ausgebaut. Der deutsche Rekordmeister setzte sich am Mittwochabend in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena mit 34:24 (16:11) durch. Der Champions-League-Sieger baute mit seinem 28. Saisonsieg die Tabellenführung auf drei Zähler (57:7) aus. Die SG Flensburg-Handewitt als Verfolger muss am Samstag beim SC Magdeburg antreten.

Damit hat sich der THW nicht nur für das Auswärtsspiel bei Ciudad Real am Sonntag im ersten Champions-League-Finale warmgespielt, sondern auch für die Hinspielniederlage in Nordhorn revanchiert. Die Niedersachsen müssen ebenfalls am Sonntag im EHF-Endspiel gegen Kopenhagen antreten, sich dann aber gewaltig steigern. Lediglich in einer kurzen Phase der zweiten Halbzeit erreichte die HSG Normalform, als sie nach 36 Minuten zum 17:17 ausgleichen konnten. Mit zwei Tempogegenstößen waren die Kielen kurz danach aber wieder davongezogen.

( dpa/abendblatt.de )