Kollision: Europäer unter Verletzten

Dutzende Tote bei Zugunglück in China

Ein Passagierzug von Peking in die Hafenstadt Qingdao war am frühen Morgen entgleist und mit einem anderen Zug zusammengeprallt.

Peking. Bei einem schweren Zugunglück in Ostchina ist die Opferzahl heute auf mindestens 66 Tote und mehr als 400 Verletzte gestiegen. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Ein Passagierzug von Peking in die Hafenstadt Qingdao war entgleist und mit einem anderen Zug kollidiert. Das Unglück ereignete sich am frühen Morgen (Ortszeit) im Dorf Hejiacun in der Provinz Shandong. Mindestens 70 Passagiere befanden sich zunächst in kritischem Zustand.

Unter den Verletzten seien vier Franzosen, die mit Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht wurden. Einer von ihnen wurde schwer verletzt. Bilder vom Unglücksort zeigten Waggons, die von der erhöhten Trasse herabgestürzt waren. Insgesamt seien acht Waggons des Zuges T195 aus Peking sowie vier Waggons des zweiten Zuges entgleist, berichtete Xinhua weiter.

Durch das Unglück war der Verkehr auf der wichtigen Verbindung zunächst unterbrochen. Nach Medienangaben wird die veraltete Strecke noch vor den Olympischen Spielen im Sommer in Peking stillgelegt. Eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke von Peking nach Qingdao solle im Mai fertig werden.