Einbruchserie aufgeklärt: Urteil gefällt

Zwei Jahre Haft für Panzerknacker-Bande

Zwei Jahre lang kam es zwischen Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern immer wieder zu Diebstählen und Einbrüchen. Jetzt müssen die beiden Köpfe der Bande dafür hinter Gitter.

Hamburg. Das Hamburger Landgericht verurteilte am Montag einen 30-jährigen Mann zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten, sein 29-jähriger Komplize muss vier Jahre in Haft und wurde wegen früherer Straftaten noch zusätzlich zu drei Jahren verurteilt. Gemeinsam mit schon verurteilten und noch unbekannten Gehilfen hatten sich die Männer vor allem auf Geldautomaten spezialisiert. Bei ihren Beutezügen zwischen Februar 2005 und Februar 2007 waren sie aber oft ebenso erfolglos wie die "Panzerknacker" aus den Donald-Duck-Comics.

Die Bande war in wechselnder Besetzung stets in Autos mit gestohlenen Kennzeichen auf Einbruchstour. Die fetteste Beute machten die Männer im November 2005 bei der Volksbank in Buxtehude. Dort schleppten sie einen Geldautomaten weg, der gut 71 000 Euro enthielt. Im Automaten bei der Volksbank in Unterlüß (Kreis Celle) fanden sich gut 21 000 Euro. Doch an anderen Geldautomaten wie im mecklenburgischen Gadebusch oder bei gleich drei Sparkassen im Raum Egestorf bissen sich die Diebe die Zähne aus oder ergriffen überstürzt die Flucht, weil der Alarm losging. Bei Einbrüchen in Wohnungen oder Büros erbeutete die Bande Geld, Schmuck oder Computer.

Das Gericht bezog in die Strafen für die Haupttäter auch frühere Urteile wegen ähnlicher Delikte ein. Einer der drei angeklagten Komplizen bekam in einem abgetrennten Verfahren laut Gericht eine Haftstrafe von drei Jahren und einem Monat, die beiden anderen erhielten Bewährungsstrafen von 13 und 18 Monaten.