Arbeitslose im Norden: Quote liegt bei 8,1 Prozent

Niedrigster März-Wert seit 1995

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Die Zahl der Erwerbslosen in Schleswig-Holstein ist im März gegenüber dem Vorjahr um 12,2 Prozent zurückgegangen.

Kiel. Im vergangenen Monat waren im nördlichsten Bundesland 114 600 Menschen ohne festen Job. Das ist der niedrigste März-Wert seit 1995, teilte die Agentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mit. Gegenüber Februar nahm die Arbeitslosigkeit um 3200 Betroffene oder 2,7 Prozent ab. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 8,1 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent).

"Aufgrund des milden Klimas und der positiven Arbeitsmarktdaten in den letzten Monaten haben wir mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen im März gerechnet", sagte der Regionalchef der Agentur, Jürgen Goecke. "Hier zeigt sich die Stabilität des wirtschaftlichen Aufschwungs." Auch bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs habe sich der positive Trend fortgesetzt. Mit einem Plus von 18 800 Beschäftigten (2,4 Prozent) zum Vorjahr liegt Schleswig-Holstein nach den aktuellsten Zahlen aus dem Januar leicht über dem Bundesdurchschnitt (2,3 Prozent).

"Die stabile Beschäftigungsstruktur in Schleswig-Holstein wird durch die kleinen und mittleren Betriebe gewährleistet", erklärte Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU). Die Zahlen zeigten, dass pro Tag mehr als 50 neue Arbeitsplätze gewonnen würden. "Die Dynamik ist damit unverändert und das bedeutet, dass wir im Verlauf des Jahres im Hamburger Randbereich nahezu Vollbeschäftigung realisieren und im Landesdurchschnitt eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit der Wiedervereinigung fortschreiben können."

Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den über 50-jährigen Menschen ohne Job, sagte Goecke. Hier habe es im Vorjahresvergleich einen überproportionalen Rückgang um 4800 oder 15,4 Prozent gegeben. Dennoch sind den Angaben zufolge knapp ein Viertel aller Arbeitslosen im Norden älter als 50 Jahre. Bei den jüngsten Erwerbslosen, den unter 25-Jährigen, sind die Zahlen um 9,3 Prozent auf derzeit 13 500 gesunken. "Allerdings sind noch immer 11,8 Prozent aller Arbeitslosen Jugendliche", erklärte Goecke.

Die niedrigste Arbeitslosigkeit unter den Kreisen findet sich erneut in Stormarn mit 4,4 Prozent, die höchste in Dithmarschen mit 10,2 Prozent. Unter den kreisfreien Städten hat Neumünster mit 11,3 Prozent die niedrigste und Lübeck mit 12,7 Prozent die höchste Quote.

( dpa )