CDU und GAL: Koalitionsverhandlungen mit neuem Streitthema

Heute geht's um Bildung

Im Zentrum des fünften Gesprächstermins stehen die grundverschiedenen Positionen der Parteien zum künftigen Schulsystem in der Hansestadt.

Hamburg. Die GAL-Fraktionsvorsitzende und Bildungsexpertin der Grünen, Christa Goetsch sagte vor Beginn der Gespräche: "Alle Themen, die wir verhandeln, sind wichtig für Hamburg. Aber heute ist es eins, das mich besonders angeht." Das Ziel sei nach wie vor ein längeres gemeinsames Lernen der Kinder. Dies sei bereits in der Sondierung am 5. März vereinbart worden. "Die Frage Ausgestaltung ist eine Frage der Verhandlung."

Die CDU will in der Bildungspolitik ihr sogenanntes Zwei-Säulen- Modell aus Stadtteilschulen und Gymnasien einführen. Beide Schulformen sollen zum Abitur führen, die eine nach 13, die andere nach 12 Jahren. Haupt-, Real- und Gesamtschulen werden abgeschafft. Die Grünen wollen dagegen, dass alle Kinder bis zur neunten Klasse gemeinsam lernen, um danach mit einem mittleren Schulabschluss in der Tasche zu entscheiden, ob sie das Abitur oder eine Ausbildung machen.

Ende vergangener Woche waren die Verhandlungen für ein erstes schwarz-grünes Regierungsbündnis auf Landesebene ins Stocken geraten, nachdem sich CDU und Grüne (GAL) auch im zweiten Anlauf nicht bei den Streitthemen Elbvertiefung und Kohlekraftwerk Moorburg einigen konnten.

( dpa, abendblatt.de )