Dänemark: vier Millionen Euro Beute

Raubüberfall mit Kranwagen

Filmreif: Eine einstürzende Fassade, eine Sprengladung und Nägel in Polizeireifen. Diese Räuber überließen nichts dem Zufall.

Kopenhagen. Umgerechnet vier Millionen Euro haben schwer bewaffnete Gangster heute bei einem spektakulären Raubüberfall auf eine Geldzentrale in Kopenhagen erbeutet. Wie die Polizei mitteilte, rammten sie in der Nacht zunächst mit einem Kranwagen die Fassade des Gebäudes und brachten Teile der Mauer zum Einsturz. Danach stürmten etwa fünf Männer mit Maschinenpistolen und Gewehren ins Innere und rissen mehrere Geldsäcke an sich.

Die Gangster ließen sich einiges einfallen, um der Polizei die Verfolgung schwer zu machen. Aus ihren Fluchtfahrzeugen warfen sie vierzackige Nägel, mehrere Streifenwagen der Polizei konnten wegen platter Reifen nicht weiter fahren. An der nahen S-Bahnstation Glostrup deponierten die Gangster eine Sprengladung. Bis zu deren Entschärfung musste die Polizei für mehrere Stunden einen Umkreis von mehr als 500 Meter komplett abriegeln und evakuieren.

Bei der Jagd nach den Tätern wurden zwei Verdächtige vorübergehend festgenommen, die in deutschen Autos mit hoher Geschwindigkeit Richtung dänisches Festland fuhren. Sie erwiesen sich als harmlose Handwerker aus Deutschland, die es nur eilig hatten.

( dpa )