Gute Konjunktur: Arbeitsmarkt weiter im Aufwind

13 Prozent weniger Arbeitslose in Hamburg

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In Schleswig-Holstein erreichte die Quote den niedrigsten März-Wert seit 1995. Auch bundesweit setzte sich der positive Trend im März fort.

Hamburg. Die Arbeitslosigkeit in Hamburg ist im März gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Insgesamt waren in der Hansestadt 74 748 Menschen ohne Job. Das sind knapp 2000 oder 2,6 Prozent weniger als im Februar dieses Jahres. Das teilte die Agentur für Arbeit am Dienstag in Hamburg mit. "Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften hält unvermindert an", sagte Agenturchef Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte zurück und liegt jetzt bei 8,4 Prozent (Vorjahr: 9,8 Prozent).

In Schleswig-Holstein sank die Quote sogar auf den niedrigsten März-Wert seit 1995. Dort ging die Zahl der Arbeitslosen um 12,2 Prozent zurück. Damit waren in dem nördlichsten Bundesland 114 600 Menschen ohne festen Job, wie die Agentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mitteilte. Der Trend zeige die Stabilität des wirtschaftlichen Aufschwungs, sagte der Regionalchef der Agentur, Jürgen Goecke. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 8,1 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent).

Bundesweit sank die Zahl der Erwerbslosen im März um 110 000 auf 3 507 000. Das sind 617 000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 8,4 Prozent zurück (Vorjahr: 9,9 Prozent).

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, die Arbeitsmarktentwicklung werde weiterhin von der guten Konjunktur getragen. "Die Beschäftigung wächst weiter, und die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften bleibt auf hohem Niveau", betonte Weise. Der zu Frühlingsbeginn übliche Rückgang der Erwerbslosenzahl sei in diesem Jahr aber etwas schwächer ausgefallen als im Vorjahr. Wie im vergangenen Jahr habe sich die Winterarbeitslosigkeit in engen Grenzen gehalten.

In Westdeutschland waren im März 2 271 000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 76 000 weniger als im Februar und 437 000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland nahm die Arbeitslosenzahl um 34 000 auf 1 236 000 ab. Das waren 180 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 6,8 Prozent, im Osten bei 14,4 Prozent.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg binnen Jahresfrist um 532 000 auf 39,63 Millionen im Februar. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag zuletzt (im Januar) mit 27,08 Millionen um 610 000 über dem Vorjahreswert.

Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im März um 55 000 auf 3,285 Millionen gesunken. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 36 000 ab, im Osten ging sie um 19 000 zurück.

( dpa, abendblatt.de )