Schifffahrt: Havarien an Nordseeküste

Hochseeschlepper kollidiert mit Frachter

Bei dem Unglück Mittwochnacht lief aus dem Schlepper Dieselöl aus. Ebenfalls in der Nacht fiel bei einem unter zyprischer Flagge fahrenden Tankschiff die Ruderanlage aus.

Cuxhaven. Bei stürmischem Wetter sind in der Nacht Mittwochnacht zwei Hochseeschiffe in der Nordsee havariert. Bei einem Rettungsversuch an der Elbmündung stießen der Hochseeschlepper "Oceanic" und das bereits verankerte Kühlschiff "Hope Bay" zusammen, wie das Havariekommando in Cuxhaven mitteilte. Aus dem Notschlepper sei eine noch unbekannte Menge Dieselöl ausgelaufen. Flugzeuge zur Ölüberwachung seien im Einsatz, Gefahr für die Küsten bestehe wahrscheinlich nicht. Der aus Sicherheitsgründen vorsorglich vor Anker liegende Frachter von den Niederländischen Antillen schlug bei der Kollision oberhalb der Wasserlinie Leck. Das Schiff sei aber nicht in Gefahr.

Ebenfalls in der Nacht fiel bei dem unter zyprischer Flagge fahrenden Tankschiff "Navkios" vor der ostfriesischen Ostseeinsel Norderney die Ruderanlage aus. Für kurze Zeit sei das 117 Meter lange, unbeladene Schiff manövrierunfähig in südöstliche Richtung getrieben, bis es ankern konnte, berichtete das Havariekommando. Starke Winde und hohe See ließen Schleppversuche an den beiden geankerten Schiffen bis zum Donnerstagnachmittag nicht zu.

Insgesamt sind sieben Schiffe bei den Havaristen im Einsatz, fünf davon bei der 143 Meter langen "Hope Bay". Sobald sich das Wetter beruhigt, soll der 1996 gebaute Kühlfrachter nach Cuxhaven geschleppt werden.